Open Air geplatzt

Vom Keistpark den Mikrokosmos runter und ‚rüber zum Kulturforum. „Gundermann – der Film” steht auf dem Programm. Nur die Leinwand fehlt bzw. die Luft bleibt nicht drin. An der Kasse will jemand keinen Gutschein sondern Bargelderstattung. Endloses Ausdiskutieren mit Behinderten-Inklusionsbonus oder Aussenstehendender Kommunikationsbarriere. Bis zum Abwinken. Egal, zurück nachhause und weiter warten auf die nächste Kinovorstellung.

Bild: Türstörung Linie U7, Baureihe H

Hier kommt Alex

Nachdem ich selbst knapp zwanzig Jahre in dem Bezirk gewohnt habe (ist zum Glück auch schon wieder fast genauso lange her), ist dieses kleine Video natürlich sehr interessant anzuschauen. Wem hinterher das Essen immer noch nicht hochgekommen ist von dermaßen Heile-Welt-Scheiß, der kann sich masochistischerweise natürlich auch noch die Website der Verbrecherbande reinziehen.

Nur eines noch: Humboldthain schreibt sich seit 1869 und auch 2019 immer noch mit Deh-Tee, aber solch Mindestmaß an Kulturverbundenheit habe ich von den Heuschrecken vom Kuhdamm [sic] auch nicht wirklich erwartet.

 

Organisierte Umweltverschmutzung (Großveranstaltungen aller Art)

Ab morgen gibt es mal wieder was auf die Ohren, deshalb hier ein paar Links

https://www.magenta-musik-360.de/wacken-livestream-2019

https://www.3sat.de/kultur/musik/livestream-wacken-2019-100.html

https://www.heise.de/tp/features/Statt-Sex-Drugs-Rock-n-Roll-nun-Private-Equity-Hedgefonds-Brands-n-Sponsoring-4474170.html

 

Entdecker der Universalität der Periodenverdopplung verstorben

Mitchell Jay Feigenbaum (*1944; † 2019)
Bild: Lizenz Gnu Free, attributed

Feigenbaum

Nach Edward N. Lorenz und Benoît Mandelbrot ist also seit letzter Woche wieder ein Chaosforscher nicht mehr in dieser Welt zugange. Was aber ganz bestimmt nicht heißt, dass jetzt alles „normal“ wird. Zum Nachlesen und -programmieren sind diese Links vielleicht ganz interessant:

Feigenbaum constants to 1018 decimal places
Dynamical systems and fractals – Computer graphics experiments in Pascal

bpb

https://www.wahl-o-mat.de/europawahl2019/

Leider ist das langweilige Spielchen erstmal abgeschaltet. Grund ist wohl, dass irgend so ein paar Wichtigtuer vors Verfassungsgericht gegangen sind. Womit sie natürlich auf einen Schlag bekannt werden. Genialer Publicity Trick!

Zum Glück gibt es aber noch eine Alternative:

https://www.partei-o-mat.de/?fbclid=IwAR30uP0Zfu3DT9beZSHZkVNae9N2Ln26r5keJOYfh_c5hKpagPTQlRIogqg

ar/gee

Bis in die späten Achtziger waren ja in jedem TIP und Zitty bestimmt eine Handvoll Bilder von Richard Gleim untergebracht. Und vor dem kostenlosen Selbstbedienungsladen namens Internet kriegte er damals bestimmt sogar noch Honorar dafür.
Sehr gut kommt sehr gut! denkt sich Kumpel Suffcheck und liefert das passende Vorwort zur Totes Holz Auflage der gesammelten Barytabzüge für uns BOFs, auf dass wir auch kurz vor der Rente alle nochmal rührselig in der Vergangenheit schwelgen können.

https://www.deutschlandfunk.de/deutscher-underground-in-den-80ern-punk-ist-nicht-tot.700.de.html?dram:article_id=446251&fbclid=IwAR3WOqGJb9DDOrapSMaWBb-3rv7sfw42wtEPKisHVnFqYAReawaKW4Tyvgo

TV Tippppppp

Sonntag auf Montag,
07. auf 08. April 2019, 00.55 – 02.25 Uhr

im WDR Fernsehen

Eat That Question:
Frank Zappa In His Own Words

Ein Film von Thorsten Schütte

Regisseur Thorsten Schütte stellt in seinem 90-minütigen Dokumentarfilm eines der größten Musiktalente des 20. Jahrhunderts vor:
Frank Zappa. Komponist, Musiker, Bandleader, Produzent und einer der schillerndsten Figuren der Rockmusik.

Frank Zappas exzentrischen und bisweilen unverhohlen satirischen Werke reflektieren die Weltgeschichte von fast vier Jahrzehnten. Mit scheinbarer Leichtigkeit riss Zappa die Mauern sämtlicher musikalischer Genres ein, bewegte sich ganz selbstverständlich zwischen sogenannter Unterhaltung und Hochkultur. Er machte Pop, Jazz oder Rock, elektronische oder Neue Musik und komponierte große Orchesterwerke.

„Eat That Question: Frank Zappa In His Own Words“ ist eine temporeiche Hommage, ausschließlich erzählt anhand von Archivmaterial aus 30 Jahren Zappa als Musiker im Betrieb des US-Entertainment. Indem der Film seltene TV-Interviews mit zahlreichen Auftritten überall auf der Welt gegenüberstellt, ergründet er Frank Zappas unkonventionellen und respektlosen Umgang mit den Medien, sein unbändiges Streben nach Erkenntnis, seinen Hang zur charismatischen und bisweilen arrogant wirkenden Selbstinszenierung ohne Rücksicht auf seine Außenwirkung.

Das Bildmaterial mit Zappas Auftritten, lange in den Sender-Archiven in Vergessenheit geraten und von Thorsten Schütte in jahrelanger Beschäftigung wieder hervorgeholt, verweist auf die großen Stationen einer einzigartigen Karriere. Das Ergebnis ist ein vielschichtiges Portrait eines der wahrscheinlich ungewöhnlichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts.