Mir schmeckt’s

Kartoffelmafia und Bundessortenamt. Am Ende Kloß mit tödlicher Drogen-Soß (doppelt vertauscht) und Rotwein E 610 Insektizid, gut gekühlt. Im Vorspann retrograde Amnesie. Tarzan und Mogli aka. Roswitha reinigen die Klos der Tanke. Alles in allem sehr verwirrend. Schlussendlich war Halupczok der Mörder, ist dann aber auch egal.

Sehr unterhaltsamer Tatort, natürlich aus Weimar mit Lessing und Dorn.

 

Polizeiruf 110

Obwohl schon vorgewarnt durch die Vorabkritik in der Schülerzeitung aus der Rudi-Dutschke-Straße gucken wir mal ausnahmsweise nicht Tatort, sondern die Münchner Ausgabe des legendären Ostzonenserienablegers. Schon allein wegen Brandts Meuffels Darstellung. Und Król spielt souverän das Arschloch vom Verfassungsschutz.

https://www.daserste.de/unterhaltung/krimi/polizeiruf-110/sendung/das-gespenst-der-freiheit-100.html

„Das Gespenst der Freiheit“, nicht zu verwechseln mit dem Drama von Buñuel aus dem Jahr 1974. Als Titel hätte vielleicht auch „Ein Hoch auf die Erinnerung“ gepasst, aber das soll dann schon musikalisch ausreichen.

Kurzum, ein NSU-inspiriertes Kammerspiel der plakativen Art, recht (sic!) eindringlich inszeniert. Und nach nervigen 90 Minuten hat man Kopfschmerzen ob des ganzen Irrsinns.

Kraut Fun Ding

Meine frühesten Erinnerungen ans Quatt-jee-Latänng reichen so zirka Ende der Siebiger zurück, damals war das noch eine rußige Halle, voll gestellt mit Sofas vom Sperrmüll und ein paar olle Vorhänge hinter der Bühne. Stupide Rock und Blueskonzerte standen auf der Tagesordnung, bis denn endlich Punk und New Wave die Mauerstadt aus der Kifferlethargie riss.

Außer Echo & the Bunnymen, Gang of Four und Alan Vega (so 1983 herum) kann ich mich da an gar nichts mehr sonst erinnern. Die für meinereiner interessanteren Bands spielten sowieso eher im Metropol oder Loft eine U-Bahnstation weiter. Zwischendrin an der Potze habe ich aber immerhin noch The Subtones, diverse Senatsrockveranstaltungen und kurz vor Wintergarten Die Antwort und Plan B erlebt.

Von daher ist es schon interessant, wie man mit einer Handvoll Möchtegernwichtigkeiten und notorischen Deutschrocklangweilern ein paar hundert Seiten füllen kann:

Carl Carlton (Musiker, Komponist, Gitarrist u.a. für Udo Lindenberg, Peter Maffay)
André Herzberg & Pankow
(Members of) Grobschnitt
Lüül (Agitation Free, Ash Ra Tempel, Nico, 17 Hippies)
Manfred Maurenbrecher, Ulla Meinecke
Andi Brauer (Lokomotive Kreuzberg), Potsch Potschka (Spliff)
Barbara Thalheim
Katarina Franck (Rainbirds)
Nino Hiemann (Lok Kreuzberg, Champion Jack Dupree)
Jim Rakete, Erik Spiekermann

How Soon Is Now?


Johnny Marr spielt am Flutgraben und dank Tip Berlin haben wir zwei Plätze auf der Gästeliste ergattert. Pünktlich um halb neun geht es auch schon los und zwischen den Songs von seinem neuen Soloalbum knallt er uns mit der Fender Jaguar natürlich auch die obligaten The Smiths Gassenhauer um die Ohren. Big Mouth Strikes Again. Aus der Zeit gefallener Power Pop aus Manchester, immer wieder gut. Am Schluss singen alle mit: „There Is A Light That Never Goes Out“. Und gegen Elf gehts dann statt mit dem Doppeldeckerbus doch lieber mit der U-Bahn nach Hause.

https://www.morgenpost.de/kultur/article214353701/Johnny-Marr-sorgt-im-Festsaal-Kreuzberg-fuer-Euphorie.html
https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2018/05/johnny-marr-festsaal-kreuzberg-smiths.html

Bye Bye Junimond


Live im Kesselhaus teilbestuhlt vorgestern also Jan Reiser singt Rio Plewka (oder so ähnlich). Begleitet wird er unter anderem von Lieven „Las Vegas“ Brunckhorst an Klavier, Holz und Blech.
Zwischendurch auch ganz viel Show, inklusive Rumgeknutsche für immer und dich.
Über’s Meer, Mensch Meier Rauch-Haus-Song unplugged, und Keine Macht für Niemand dann nochmal elektrisch. Der Traum ist aus, mein Name ist Mensch und der Turm stürzt sowieso mindestens zweimal ein.
In der Zugabe Alles Lüge und last not least Die letzte Schlacht gewinnen wir – wer’s glaubt wird Selig.

Tocotronix

Mit 25 jähriger Verspätung bin ich also doch noch Fan geworden. Und dafür gibt es auch einen ordentlichen Backkatalog zum Nachhören. Da kam die aktuelle Tournee gerade recht, wo die Live Versionen sowieso einmal mehr ins Ohr und in die Beine gehen. Titelliste von gestern Abend (ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Reihenfolge nicht nach Zeitpunkt der Darbietung sondern eher des Erscheinungsjahrs geordnet):

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Tatort gestern

Wohin wollte Manousha Feddal fliegen?
Tripolis

Wo studiert Ahmed Elmani?
Uni Erlangen

Wie heißt der Friseursalon, in dem Voss und Ringelhahn recherchieren?
Salon Marlene

Als was hatte sich Gudrun Leitner an Fasching verkleidet?
Cinderella

Wie heißt der Fußballverein, in dem die Faschingsparty stattgefunden hat?
FC Traunheim