The Beethoven Experience


Mit geschenkten Eintrittskarten vom Checkpoint-Werbepartner-Konzertbüro durften wir gestern mal wieder in den wunderbaren Kammermusiksaal. Los geht’s mit vier Sätze Londoner Symphonie von Haydn. Danach erklärt uns der Experte am Dirigentenpult schonmal vor der Pause den strukturellen Aufbau des folgenden Tripelkonzerts, dem Highlight des Abends. Und als krönenden Abschluss gibt es dann noch die Egmont Ouvertüre zu hören. Ick sachma: Nachhilfestunde Klassik fürs gelangweilte Bildungsbürgerthum.

Früher war hier mehr los

Für Nostalgiker des alten Westberlin soll für heute abend auf zwei Veranstaltungen hingewiesen werden. Zum einen öffnet das K.O.B. wieder mal seine Türe, diesmal als Kino und „Liebe Freunde, heute für euch im Rockpalast“ Albrecht Metzger legt auf. Und zum anderen „What For“ zelebriert der 80er Beatuntergrund für den guten Mike Korbik im Quasi das dreiunddreißigste Schallplattenfirmenjubiläum.

Und wie immer, wenn man auf mehreren Parties gleichzeitig tanzen könnte, ist wahrscheinlich das Sofa zuhause die letztendliche Wahl.

Love, Music and Australia

Im Monarch am Kotti tritt Jen Cloher auf, die Frau von Courtney Barnett. Selbige begleitet auch linkshändig tief vornübergebeugt an der Fender Jaguar und der Rest der Bande besorgt Bass und Schlagzeug. Hot and Sweaty Rock ’n‘ Roll – nichts besonderes, aber dafür auch nicht von schlechten Eltern. Drei Zugaben und zum Abtrocknen hinterher gibt es ein schickes signiertes Geschirrhandtuch am Merchandise-Stand.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/jen-cloher-live-in-berlin-ein-lied-von-ruhm-und-einsamkeit/20344000.html

Kennst du Werner Enke?

Im Kato Superpunk bzw. aktualisiert und modernisiert natürlich Bi Nuu DLDGG. Bevor wir aber am Käfig rüttelt, damit die Affen was machen, präsentieren erstmal Friedrich Sunlight aus Augsburg (nicht am Meer) ihre Edelpopmusik. Zwar auch nicht von schlechten Eltern, dafür haben Carsten Friedrichs und seine Mannen mehr Hits zu beaten, z.B. den hier:

A Stripper called Berlin

Neue Welt Hasenheide tanzt ein blauer Hase über die Bühne. Und Alfred Ladylike gibt das Vorprogramm. Ohne Pause geht es gleich weiter, Amanda „Fucking“ Palmer startet ihren Coin-Operated Boy und zeigt uns die Map Of Tasmania. Das Publikum darf sich auch ein paar Songs wünschen. Zwischendurch Heintje auf Ukulele und unterhaltsame Stories u.a. aus ihrer Zeit als Dominatrix. Am Piano eine tolle Version von Nannas Lied (Kurt Weill).

Zugabe: Ukulele Anthem

[setlist]

Crazy Rhythm

ampelman
Gestern Abend in Lichterfelde Besuch aus Holland. Professor Peter macht auf seiner Deutschland Tournee auch Stopp im Gemeindehaus am Ostpreussendamm und zeigt uns ein paar seiner tricky Licks. In der Pause Orangensaft und Knabberzeug. Danach all die 20er und 30er Jahre Lieder wie das vom Kanarienvogel mit den Ringen unter den Augen; dem Mann, dessen Hut seitlich sich am Kopf befindet und auch das hier über die Frauen usw. Ein super Konzert!