How Soon Is Now?


Johnny Marr spielt am Flutgraben und dank Tip Berlin haben wir zwei Plätze auf der Gästeliste ergattert. Pünktlich um halb neun geht es auch schon los und zwischen den Songs von seinem neuen Soloalbum knallt er uns mit der Fender Jaguar natürlich auch die obligaten The Smiths Gassenhauer um die Ohren. Big Mouth Strikes Again. Aus der Zeit gefallener Power Pop aus Manchester, immer wieder gut. Am Schluss singen alle mit: „There Is A Light That Never Goes Out“. Und gegen Elf gehts dann statt mit dem Doppeldeckerbus doch lieber mit der U-Bahn nach Hause.

https://www.morgenpost.de/kultur/article214353701/Johnny-Marr-sorgt-im-Festsaal-Kreuzberg-fuer-Euphorie.html
https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2018/05/johnny-marr-festsaal-kreuzberg-smiths.html

Bye Bye Junimond


Live im Kesselhaus teilbestuhlt vorgestern also Jan Reiser singt Rio Plewka (oder so ähnlich). Begleitet wird er unter anderem von Lieven „Las Vegas“ Brunckhorst an Klavier, Holz und Blech.
Zwischendurch auch ganz viel Show, inklusive Rumgeknutsche für immer und dich.
Über’s Meer, Mensch Meier Rauch-Haus-Song unplugged, und Keine Macht für Niemand dann nochmal elektrisch. Der Traum ist aus, mein Name ist Mensch und der Turm stürzt sowieso mindestens zweimal ein.
In der Zugabe Alles Lüge und last not least Die letzte Schlacht gewinnen wir – wer’s glaubt wird Selig.

Tocotronix

Mit 25 jähriger Verspätung bin ich also doch noch Fan geworden. Und dafür gibt es auch einen ordentlichen Backkatalog zum Nachhören. Da kam die aktuelle Tournee gerade recht, wo die Live Versionen sowieso einmal mehr ins Ohr und in die Beine gehen. Titelliste von gestern Abend (ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Reihenfolge nicht nach Zeitpunkt der Darbietung sondern eher des Erscheinungsjahrs geordnet):

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The Beethoven Experience


Mit geschenkten Eintrittskarten vom Checkpoint-Werbepartner-Konzertbüro durften wir gestern mal wieder in den wunderbaren Kammermusiksaal. Los geht’s mit vier Sätze Londoner Symphonie von Haydn. Danach erklärt uns der Experte am Dirigentenpult schonmal vor der Pause den strukturellen Aufbau des folgenden Tripelkonzerts, dem Highlight des Abends. Und als krönenden Abschluss gibt es dann noch die Egmont Ouvertüre zu hören. Ick sachma: Nachhilfestunde Klassik fürs gelangweilte Bildungsbürgerthum.

Früher war hier mehr los

Für Nostalgiker des alten Westberlin soll für heute abend auf zwei Veranstaltungen hingewiesen werden. Zum einen öffnet das K.O.B. wieder mal seine Türe, diesmal als Kino und „Liebe Freunde, heute für euch im Rockpalast“ Albrecht Metzger legt auf. Und zum anderen „What For“ zelebriert der 80er Beatuntergrund für den guten Mike Korbik im Quasi das dreiunddreißigste Schallplattenfirmenjubiläum.

Und wie immer, wenn man auf mehreren Parties gleichzeitig tanzen könnte, ist wahrscheinlich das Sofa zuhause die letztendliche Wahl.

Love, Music and Australia

Im Monarch am Kotti tritt Jen Cloher auf, die Frau von Courtney Barnett. Selbige begleitet auch linkshändig tief vornübergebeugt an der Fender Jaguar und der Rest der Bande besorgt Bass und Schlagzeug. Hot and Sweaty Rock ’n‘ Roll – nichts besonderes, aber dafür auch nicht von schlechten Eltern. Drei Zugaben und zum Abtrocknen hinterher gibt es ein schickes signiertes Geschirrhandtuch am Merchandise-Stand.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/jen-cloher-live-in-berlin-ein-lied-von-ruhm-und-einsamkeit/20344000.html

Kennst du Werner Enke?

Im Kato Superpunk bzw. aktualisiert und modernisiert natürlich Bi Nuu DLDGG. Bevor wir aber am Käfig rüttelt, damit die Affen was machen, präsentieren erstmal Friedrich Sunlight aus Augsburg (nicht am Meer) ihre Edelpopmusik. Zwar auch nicht von schlechten Eltern, dafür haben Carsten Friedrichs und seine Mannen mehr Hits zu beaten, z.B. den hier: