Skull and Bones

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An diesem Dienstag finden gleich drei wichtige Konzerte in Berlin statt: Bob Dylan gibt mal wieder den Tambourine Man in der Arena; The White Stripes rocken die Columbiahalle und The Muffin Men sind im Maschinenhaus der Kulturbrauerei angekündigt. Natürlich fällt die Entscheidung auf letztere – denn Dylan ist sowieso zu teuer und die White Stripes bestimmt ausverkauft.
Die Jungs aus Liverpool fangen sogar pünktlich an und der komplette Zappa Fanclub hat sich wieder mal eingefunden. Natürlich gibt es ein paar Don Van Vliet (aka. Captain Beefheart) Nummern wie z.B. „Plastic Factory“. Und dann das ganze Programm: „Indian Of The Group“, „Great White Buffalo“ usw. Sehr schön auch „Wonderful Wino“, das rockt! Als Zugabe noch als Belohnung für das tolle Publikum die obligatorische „King Kong“ Version mit Jimmy Carl Black an den Drums.

Stranger To Life

Am Samstag gab es eines schönes Club Konzert der Band Mojado. Habe ich ja schon ein paar mal gesehen die Jungs, aber diesmal war es besonders nett von der Atmosphäre her. Die Kellerbar nahe der verruchten Potze, wo früher das Westberliner Rotlichtmilieu zuhause war, hat die richtige plüschige Ausstattung für Lovesongs und Wüstenrock. Wie in den frühen 90ern muß man die Treppen ‚runtersteigen und hoffen, daß der richtige Barkeeper hinter der Theke steht… Ansonsten empfiehlt es sich, Flachenbier zu trinken.
Sänger Sam ist heute in Höchstform. Solo beginnt er das Programm mit Sonnenbrille und Cowboyhut. Man denkt fast, Bono von U2 steht da auf der Bühne. Nach zwei langen Sets inklusive den Hits „London“ und „Summersaults“ gibt es als Zugabe noch ’ne schöne Coverversion eines Songs von Gram Parsons und dann ist es auch schon nach Zwei Uhr und Musikmässig wieder Salsa aus der Konserve angesagt. Auf dem Nachhauseweg fragt man sich doch fast, warum es denn schon so kalt ist draussen…

Bitte nicht anklopfen

Über Geschmack läßt sich ja bekanntlich nicht streiten – trotzdem haben wir uns gestern auch „Don’t Come Knocking“ angesehen. Äh naja, entweder findet man Telegrafenmasten in der Prärie mit Vollmond rechts oben ganz Klasse oder man schläft bei solchen Bildern eher ein. Die Handlung ist ziemlich kitschig und die Dialoge teilweise sowas von peinlich! Aber eins muß man Wim Wenders ja lassen – er hat schon ein wahres Kunstwerk geschaffen (mit Betonung auf künstlich). Die Filmmusik ist natürlich ohne Frage super, mit Mark Ribot
an der Gitarre ja auch kein Wunder…

Rotkarierte Petersilie

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Die legendäre Berliner Beat Legende gibt sich die Ehre ihr zwanzigstes Jubiläum zu feiern, und der Laden ist auch gut besucht. Viele bekannte Gesichter und auch sonst alles fast wie früher.
Als Einheizer spielt erstmal „The Fucking Star-Club-Combo“. Wer also rechtzeitig gekommen ist, kann John, Paul, George und Ringo (bzw. Crispy Lemon, Reggi McIdol, Frozen Fartstick und „Chunkey“ Ring Tone…) live erleben. Und passend zum Hamburger Star Club gibt es sogar Astra Bier.
Dann entern die alten Herren von „the what… for!“ tatsächlich vollzählig die Bühne und bringen ihre leicht chaotische Show mit einer wohldosierten Mischung aus Rhythm’n’Blues und authentischem 60s Beat, wofür wir sie immer geliebt haben! Neben den obligatorischen Cover Versionen (Can’t Explain von den Who, I’m Not Like Everybody Else von den Kinks, usw.) gibt es natürlich auch die vielen tollen Eigenkompositionen zu hören. Und wer einen Titel weiß, der noch nicht gespielt wurde, bekommt sogar ein T-Shirt.
Ein unvergeßlicher Abend.