In den heiligen Nächten

Dank des postmodern übersteigerten Konsumverhaltens heutzutage (Danke Wikipedia, für die schöne Formulierung!) kommt man ja auch dieses Jahr nicht an Weihnachten vorbei.
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Zur Einstimmung hier also ein kleiner virtueller Adventskalender mit Fernsehturm im Hintergrund (oder Telespargel, wie der Tourist den nennt, oder aber Protzkeule, wie er angeblich im Volksmund heißt). Dann wollen doch mal sehen, was sich in den nächsten Tagen hinter den Türchen verbirgt, nicht wahr liebe Kinder?

KUNST UND GEMÜSE

Der vollständige Titel ist „Kunst und Gemüse, A. Hipler – Theater A.L.S. Krankheit“
Wenn ich das richtig verstehe, dann sowas wie Schlingensiefs Antwort auf die „Flick Collection“-Ausstellung vom letzten Jahr. Und ausserdem geht es um die Krankheit „Amyotrophe Lateral Sklerose“.
Ich sage mal: bestimmt eine typisch chaotische Inszenierung mit einem ernsten Hintergrund.

Sie besitzen Raubkopien

Da schwirrt also der neueste Sober-Wurm durch das Netz, bloß ich selber habe immer noch keine Post vom Bundeskriminalamt bekommen.
Stattdessen kriege ich lauter super Sonderangebote von Warez-Piraten, so in der Art: „Office XP Software titles available for Download“ oder „Finally, you can afford software by Symantec AutoCAD & MS 2003“. Kann ich aber nicht gebrauchen. Jedenfalls solange ich nicht das Betriebssystem wechsle…

MUSIKZONE

Erst jetzt gesehen: Dadrüber ist ja noch die Ankündigung für fünf Veranstaltungen, die „auf unterschiedlichen Terrains eine Verbindung zu Performance, bildender Kunst und Theatralität herstellen“.
Das klingt ja interessant! Aber um da mitreden zu können, sollte ich vielleicht erst mal den Feuilleton Teil von »Die Zeit« lesen…

DER PALAST BLEIBT.

Sehr schön verhüllt präsentiert sich heute die Volksbühne. Mit einem Bild von „Erichs Lampenladen“. Und das populistische Motto der PDS kann man auch lesen. Was soll man nun davon halten?
Was bleibt er denn – Noch ein Jahr stehen?
Ich bin ja eigentlich auch gegen den Abriß. Oder doch dafür – aber dann den Fernsehturm gleich mit. Und ein paar Barockschlösser auch woanders noch hinbauen bitte sehr! Zum Beispiel auf den Flughafen Tempelhof, da ist auch eine Menge Platz.

MEDEA IN DER STADT

So, jetzt habe ich damit angefangen – also weiter im Programm!
Die alte Geschichte von Euripides. Hier also in einer modernisierten Inszenierung von Andrij Zholdak. Im wesentlichen geht es um den Zusammenprall verschiedener Kulturen. Eben der alltägliche Wahnsinn der Welt garniert mit Gewalt, Kindermord und allem Drum und Dran.

ÜBERFLÜSSIGE MENSCHEN

Auf dem Weg zur Arbeit [sic!] erblicke ich jeden Tag, was gerade in der Volksbühne auf dem Spielplan steht. Diesmal also unter anderem das Stück „Iwanow“ von Anton Tschechow. Soweit ich das ermitteln konnte, wohl eine Tragikomödie über Kapitalismus und Depression. Hartz IV lässt schön grüßen…

Kein Tagebucheintrag über Liebe

Was soll man über diesen Film schreiben? Irgendwie zieht einen die Handlung dermaßen in den Bann, daß man genauso wenig wie die Protagonisten hinterher weiß, was nun richtig ist oder wie man sein Leben leben soll. Das ist einerseits ziemlich klischeebehaftet und andererseits auch wieder ehrlich. Also irgendwie ganz gut – wenn auch die Musik nicht so dolle aber trotzdem immer noch besser als z.B. Rammstein… Die Schauspieler passen altersmäßig auch nicht so ganz, mit über Dreißig sollte man ja schon aus der Pubertät ‚raus sein! Aber auch das wird in den (wirklich tollen) Dialogen entsprechend hinterfragt…

iViagra

Als iTunes Kunde wird man jetzt und in Zukunft wohl häufiger mit Werbung von Apple zugeschüttet. Das ist schon länger bekannt. Da kann Mann nur beruhigt sein, daß die Adressen nicht an andere Firmen gegeben werden.
Diese schöne Spam Mail in meinem Postfach heute ist dann womöglich eher ein mehr oder weniger witziges Plagiat von einer anderen Firma. Den Link will ich mal hier nicht unbedingt preisgeben…