What the fuck!?

AFB.jpgSowas ähnliches wie früher die FBK (1970-1998) findet eine Woche lang unter dem Funkturm statt. Das heißt jetzt „BIG CITY LAB“ und ist ein Anhängsel der Verkaufsmesse von dutzenden Galerien aus Berlin und halb Europa. Mit Freikarten ausgestattet, durchqueren wir zunächst das verqualmte Palais und müssen durch ein Labyrinth aus Stellwänden mit ölbemalten Leinwänden bzw. ausbelichteten fotografischen Werken um die eineinhalb Kilo-Euro pro Quadratmeter. Schliesslich hinter der Cafeteria landet man in der deutlich angenehmer temperierten Halle 11.2, wo allerlei interessante Installationen aus zerbrochenen Spiegeln, verbogenem Plexiglas und sonstigem bearbeitetem Material zu bewundern sind. Mit den ganzen Gesellschaftsanalysen überfüttert ist dann aber auch schnell der Kopf voll und so surfen wir mit der U-Bahn doch noch woanders hin, zwecks Nahrungsaufnahme eher kulinarischer Art.

Küken im Nestlé

wftw 0.jpgEtwas verspätet die angekündigte Filmbesprechung. Heute lief zum Glück dieser meiner Meinung nach wichtige Film doch noch hier in Friedenau im Kino. Es geht um die Vernichtung zwei Tage alten Brots. Und wie Rattenfisch vermarktet wird. Um genmanipulierte Sojabohnen. Das reiche und das arme Brasilien. Um die dritte Welt. Und die Wahrheit, warum Afrikaner in unser schönes Europa „wirtschaftsflüchten“. Darum, wie lecker Brathühnchen gemastproduziert werden. Und so weiter. Also ich gehe jetzt wohl noch öfter in den BIO Supermarkt. Auch wenn das irgendwann wohl auch egal ist, wenn alles nur noch Hybrid ist. Aber vielleicht erinnere ich mich dann immerhin noch an den Geschmack der Lebensmittel, wie sie früher geschmeckt haben. Und das ist ja immerhin etwas.

Urlaubsgeflickr

Statt langweilige Diaabende gibt es heutzutage Internetanschluss sogar im Urlaub, wo man mal eben die Zuhausegebliebenen virtuell wenigstens teilnehmen lassen kann. Und bei der Gelegenheit kann auch gleich mal die Speicherkarte geloescht werden, um neuen Fotos Platz zu schaffen.

Anker Tavira Altstadt Rutschen am Strand
Möwe Kacheln Motorroller

Dreigroschenoper

Im neueröffneten Metropol am S Bahnhof Friedrichstrasse sponsort die Deutsche Bank den Brecht. Mit den zweitbilligsten Karten darf man in den zweiten Stock in den Rang und überblickt von dort oben gerade mal ein Drittel der Bühne. Zum Glück ist aber der Sound nicht gar so schlimm, wie es die Kritiker der Premiere bemängelt haben.
Das Stück selbst ist ganz ordentlich inszeniert, was bei der All-Star Besetzung nun aber auch nicht weiter verwundert. Natürlich liegen Campinos Stärken eher in der musikalischen und nicht unbedingt in der theatralischen Darbietung, aber dafür verteilt sich die Präsenz der anderen Schauspieler umso gerechter, denn alle sehen zu, ihn nicht all zu offensichtlich an die Wand zu spielen.
Es gibt öfters Szenenapplaus für besonders gelungene Songs. Die Highlights im wahrsten Sinne des Wortes werden denn auch vom glühbirnen-umrandeten Rahmen unterstrichen. Nach zweieinhalb Stunden ist dann aber auch Schluss und im Gedrängel auf dem Hof kommen uns schon die Kinder der Punk Ära entgegen, auf der Jagd nach einem Autogramm ihres Helden.
Never Mind The Hosen, Here’s The Roten Rosen…

Neuronale Ästhetik

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Die Theaterferien sind vorbei und im neuen Programm ist erstmal eine Ausstellung vom 3. bis 11. September im Sternfoyer angekündigt. Dazu gibt es folgenden Pressetext zu lesen:

Laut der Wirtschaftsminister im Mai 2006 ist in Zukunft China die Fabrik, Indien die Steuerungszentrale, Nordamerika die Einkaufscenter-Freihandelszone und Europa das Museum unseres Globus’. Die muslimische Welt übernimmt dann hoffentlich wieder wie einst die intellektuelle Führung und den Vorsitz Europas.

Wer Lust und Zeit hat, kann gemeinsam mit dem Herrn Professor in der Ost-Berliner Steppe Devotionalien aller Art verbuddeln, welche dann chinesische Archäologen in naher Zukunft ausgraben werden.
Den Sinn des Ganzen werde ich aber wohl auch erst verstehen, wenn ich siebzig bin. Falls ich überhaupt so alt werde.

„Wer ist schon noch bereit, zu erkennen, dass Alter die einzig verbindlich vorhersagbare Zukunft der Jugend ist. Das Altern hat man vor sich und nicht hinter sich.“ (Bazon Brock)

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Blöd

Also wenn das mal keine Konkurrenz zu Apples iPod ist! Beim „Ich bin doch nicht…“-Discounter gibt es dieser Tage einen richtig grossen MP3-Spieler zum unter den Arm klemmen. Das Ding ist stolze 89 cm hoch, 57 cm breit und wiegt schätze ich mal, schlappe 40 Kg.
Na hoffentlich hat Samsung auch die fälligen Lizenzgebühren abgedrückt, sonst ist ja diesmal ganz schön schwer was zu beschlagnahmen.

(Zu Patenten und Funkausstellung siehe auch hier)

BSE

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(Diese Satire wurde inspiriert durch einen Artikel beim Schockwellenreiter)
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Dampfbahn

(Ein Gastkommentar von Jochen aus Schackendorf)
Heute waren Eberhard und ich beim DBC Holstein.
Da sind wahrhaft Enthusiasten am Werk. Alles einschließlich der Dampfloks ist selbst gebaut. Hier drei Schnappschüsse.

I pee

iP4200.jpgSo langsam war es mal wieder an der Zeit, einen neuen Tintenpisser anzuschaffen. Also bin ich hin zu 125 Jahre Karstadt am Hermannplatz und habe mir in der Multimedia Abteilung eine von diesen Kisten geschnappt. Nach dem Auspacken werden anhand der Kurzanleitung die Klebebänder entfernt, der Druckkopf eingesetzt und die Tintenbehälter plaziert (NDR: platziert). Jetzt noch den Treiber installieren und schon habe ich die beste Druckerei weit und breit! Und dann lese ich das hier, und das hier. Naja, ist ja auch egal…

[via]