Zwischen den Jahren

Nach Weihnachten und vor Silvester ist ja ein bisschen Zeit mal nachzudenken, was so alles wichtig war. Deshalb also hier meine persönliche Top 5 von 2006:
Auf Platz Eins mein geliebtes Weib und der Sommerurlaub. Dann Berliner Kindl und Schultheiss, die leckersten Biere von Welt. Platz Drei belegt die „Heritage 535“ und die Band Lavalampe, wo ich singe und selbige Gitarre spiele. Als viertes ist die schöne Wohnung und vor allem das frisch renovierte Bad eins meiner Highlights des Jahres. Und fünftes kommt dann noch Kino bzw. sonstige Unterhaltung. Stellvertretend nenne ich mal die Filme „Vittula“, „Adams Äpfel“ und allen Unkenrufen zum Trotz das Theaterstück „Dreigroschenoper“ im Admiralspalast. So, das war’s erstmal. Fortsetzung folgt dann spätestens 2007…

Intimsalon

Zur allgemeinen Erheiterung mal wieder was aus dem Spam-Ordner. Der erwahnten ausfuhrbaren („.exe“)-Datei bin ich aber zum Gluck verlustig gegangen…

Sehr geehrter Kunde!
Wir bedanken Sie fur Ihren Einkauf der Videosammlung. 399 euro auf Ihrer Kreditkarte wurden abgebucht. Die Quittung ist in der Anlage beigefugt. Der Artikel wird innerhalb 12 Stunden an Ihrer Adresse geliefert werden.
Wir hoffen, dass Sie viel Spass bei dem Fernsehen haben! Wir wunschen Ihnen frohe Feiertage!
P.S. Wenn Sie ein Rabatt haben mochten, bewahren Sie, bitte, die Quittung.
MfG,
Handelabteilung

Elativ

Heute Morgen im Radio Werbung gehört: „Beim Karstadt gibt es Uhren mit Armbändern aus echtesten Leder“ – das ist natürlich enormst Blödsinn. Solche fundamentalistischen Fehler fallen mir komischsterweise aber auch sofort auf…

Kunstkurs

Der entflohene Häftling trampt nach Weimar zu seiner Freundin. Vorher im Fahrstuhl ist Blut geflossen und jetzt sind ihm Kain und Ehrlicher auf den Fersen. Letzterer steht aber trotz Nitrospray die meiste Zeit lieber im Rapsfeld rum. Dann fällt auch noch die Schwiegermutter aus dem Fenster. Kain baggert die Psychologin an und so langsam kommen die ganzen Intrigen ans Tageslicht. Der Professor war wohl künstlerisch doch eher Mittelmaß. Mit den Bestechungsgeldern an den Denkmalsschutz hat es letztlich sowieso nicht geklappt. Am Schluß verplappert sich noch der Vollzugsbeamte und so ist auch dieser Fall wieder erfolgreich gelöst.

How deep is your love

Der Skinhead muß auf Bewährung aufs Land. Doch das Bild vom Adolf fällt schon beim Läuten der Glocken morgens herunter. In der Bibel ist das Buch Hiobs aufgeschlagen. Und der Pastor blutet aus dem Ohr. Dessen behinderter Christopher mit acht und auch der „Nordkap“ KZ-Häflingsaufseher mit 80 sind auch nicht so fit. Dafür sorgt Terrorist Khalid für Gerechtigkeit. Dummerweise muss die Katze auch dran glauben. Jedenfalls wird aber am Schluß der Apfelkuchen zum Glück noch gebacken und Ivan kann trotz „halben Kennedy“ weiter Seelen retten. Letztendlich und besonders wohl die Eigene.
Großer Dank geht an das Cosima Kino für die Wiederaufführung dieses grandiosen Streifens. Sonst hätten wir den glatt verpasst. Wer den noch nicht gesehen hat: unbedingt hingehen!

Top Craft

Man möge mir die Werbeunterbrechung verzeihen, aber Feinkost Albrecht hat nächste Woche leckere Energiespeicherzellen im Angebot:

Nickel-Metall-Hydrid-Akkus







































Typ: Spannung: Leistung:
2 Stück D 1,2 Volt 3.500 mAh
2 Stück C 1,2 Volt 3.500 mAh
4 Stück AA 1,2 Volt 2.100 mAh
4 Stück AAA 1,2 Volt 750 mAh
1 Stück 9-V-Block 1,2 Volt 200 mAh

Mit z.B. 2.100 mAh bei den Mignons hat man da ganz schön was in Reserve. Nur die 9 V Blocks scheinen mit tatsächlichen 1,2 Volt nicht ganz so spannend zu sein…

Väterchen Franz

Kommt ein bisschen spät diese Notiz, aber jetzt hat mich Jochen nochmal darauf hingewiesen, daß auch Degenhardt Geburtstag hatte. Und die meisten Massenmedien haben ja anscheinend sowieso dieses Ereignis ignoriert. Stattdessen gab es den Wolf Bierhahn rauf und runter, mit Bundesverdienstkreuz und allem drum und dran. Für alle Schmuddelkinder und ausgestossenen SPD Parteigenossen also hier wenigstens ein Link zum Glückwunschsammelsurium der eher marxistisch orientierten Gegenöffentlichkeit.

Cannibalistic Humanoid Underground Dweller

Untitledbassy.jpgOK, vor 20 Jahren haben wir die Stempel nachgemacht, um umsonst reinzukommen. Inzwischen erwachsen geworden, schleichen wir in den Szene Danceclub unterm Pfefferberg und erwarten die Reunion einer der besten Berliner 60s Revivalband der 80er. Dann geht es auch gleich gut zur Sache. Der Mann mit der Sonnenbrille (Keith Young) gibt den Takt, Herr Sandhop am Höfner Bass den Twang, Rick Zontar spielt routiniert die passenden Orgel-Riffs und Vic Count ist souverän der Bandleader. Das Programm leitet Bandbesetzungstechnisch und jahreszeitlich passend abwechselnd über „November Rain“ und anderen schönen psychedelichen Ausflügen schließlich zum Smashhit „Don’t call me Batman“. Die Show kommt jedenfalls überzeugend ‚rüber, auch wenn kaum mehr als eine Handvoll Fans von damals noch lebend anzutreffen ist, wo doch der Laden rappeldicke voll ist. Für die richtige weitergehende musikalische Beeinflussung der Nachgeborenen sorgen dafür hinterher die DJs mit ausgesuchten Rare’n’Hot Stuff a la Northern Soul, Garage and Freakbeat. Vielleicht nicht so spektakulär wie erwartet, aber dafür ergreifend echt und unterhaltsam. Da hat es sich doch mal wieder gelohnt, etwas länger aufzubleiben!