Lavamat 60°

Also meine Oma, Gott habe sie selig, hätte gesagt: „Was die alles machen!“
Die Koreaner planen tatsächlich eine Waschmaschine mit MP3-Abspielgerät (bzw. Anschlußmöglichkeit für eben dieses) auf den Markt zu bringen:
waschmaschine.png
(Abbildung aus dem Patentantrag)
Die Idee mit dem Bügeleisen und eingebautem Mobiltelefon hat sich ja hingegen nicht so durchgesetzt. Wie ging nochmal der Witz: „… und warum ist ihr anderes Ohr auch verbrannt?“ – „Na, das ist passiert, wie ich dann den Krankenwagen gerufen habe“.

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Welt ohne Farben

Der Polizist hat mit der Literaturagentin und angeblichen Fantasy Autorin ein bisschen sadomasomäßig „herumgefuhrwerkt“ (O-Ton Ehrlicher) und kurz danach ist sie tot. Seine Kollegin glaubt aber, dass er unschuldig ist und spielt den Lockvogel als vermeintliche BLAISE (Mechthild von Lanzarote). Es geht um mindestens eine Million Euro für ein verschwundenes Manuskript (Scheibmaschinen-Unikat). Der Effekt-Kontaktbelinste Dark-Tekkno Jünger auf der Leipziger Buchmesse will obendrein nicht, daß SARIEL stirbt. Irgendwas ist auch mit dem Merchandising schräg gelaufen. Zu allem Überfluß explodiert noch die aus dem Internet bekannte Acetonperoxid Bombe. Ganz am Schluß packt der Biograph und Urheberrechtsgeschädigter (war das wahre Motiv) aus. Anna wird in letzter Sekunde gerettet und zur Belohnung befördert.

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Dot-Kombi

Bei mehr als 100 Lesezeichen und 10 Untermenüs kann man schon mal die Übersicht verlieren. Deshalb habe ich einfach ein paar Webseiten zusammengefasst, was nebenbei auch zu interessanten Seiteneffekten führen kann:

TagesspiegelStudiVZ.de
Finde heraus, wer wen, über wen kennt und erfahre nebenbei noch sonstigen Promiklatsch aus der Hauptstadt. Jetzt auch erweitert als TagesspiegelStudiVZbuecher.de abonnierbar (gebunden, mit Schutzumschlag und zum Umblättern).
WikiParship.de
Ein Online Dating Service, wo jeder jedem seine Profile editieren kann. Beugt überheblicher Selbsteinschätzunng und Mißverständnissen vor, in dem Sinne, daß es sich beispielsweise bei der „Feurig-lebenslustigen rothaarigen Hanna“ in Wirklichkeit um die Henna-Haargefärbte Alkoholikerin von Nebenan handelt.
StayMonsterFriends.de
Auch wenn sie sich vor Jahren schon aus den Augen verloren haben, in dem Büro gegenüber laufen sie sich früher oder später garantiert wieder über den Weg: der doofe Klassenclown und die schöne Schulsprecherin. Für ein kleines Lächeln gibt ihr der Chef sogar den Job. Jedenfalls, solange wie sie die Klappe hält bzw. nicht womöglich gar im Betriebsrat mitmischt.
riesenspreewellenreitermaschine.de
Wir nennen es Produkt aus Kraft und Weg. Jeder, der ein MacBook von einem Aldi Laptop unterscheiden kann, darf mitbloggen. Auch Hunde, Nicht-Studenten und zur Not auch Autofahrer sind willkommen. Du hast keine Spielkonsole? Da musst du wohl leider draussen bleiben!
heisebildblog.de
Täglich neue Enthüllungen über versteckte Werbung (Intel Kurs steigt seit Vista Start), fehlerhaften Source Code – sprintf(NULL, „Hello World“) – und pragmatische Leugnung der geschichtlichen Realität („Double Data Rate“ immer in Anführungszeichen)
YouBaySpace.com
Hier kann man Amateurvideos kaufen. Zum Beispiel von wild geschminkten und mit dem Hintern wackelnden Teenagern, die auch einer Illusion von Freundschaft nicht abgeneigt sind. Ausserdem gibt es noch 5 Kilo Flohmarktkrempel per Postversand obendrauf (Mindestgebot ein Euro).

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Sie singen mit jedem Tag besser

Konzert31Mai2007.jpg
PREMIERE
Night and Day • • • Luz y Sombras
Doris von Beeren und Lu Marosa singen Songs vom Lieben und Lassen
von Cole Porter bis Carlos Gardel
Am Klavier: Rupert Kirchmair
Donnerstag · 31 . M a i 2007 · 21.30 U h r
Kunstfabrik Schlot · · 8 Euro / ermäßigt 6 Euro
Chausseestraße 18 · Edisonhöfe · Berlin-Mitte

Flielitz

Wenngleich ich mit falschem Nachnamen in irgendeiner Adressdatenbank stehe, kommt trotzdem die unerwünschte Werbepost an. Die Briefträgerin hat ja Phantasie. Und auch die Call-Center Zombies hindert der Zungenbrecher nicht am rumnerven. Daß ich aber letztens gleichzeitig BamS und FAZ als „Probeabonnement“ vor meiner Wohnungstür fand, hat mir doch zu denken gegeben. Da steckte wohl kein kluger Kopf dahinter. Wohl eher betrügerische Absicht, von wem auch immer. Trotz erfolgreicher Stornierung wollen die Knallköppe aber immer noch nicht ablassen, mich versuchen einzufangen. Wenn das so weiter geht, wechsel ich noch irgendwann ins Second Life. Doch da ist es bestimmt noch schlimmer wie hier im Jetzt.

Geh Deinen Weg mit Jesus

Erstmal regnet und donnert es ziemlich heftig. Damit schon mal die richtige Thrillerstimmung aufkommt. Eisner hingegen langweilt sich in seinem Job als Sonderermittler des Innenministers. Die bei der Mordkommision trinken sowieso nur den ganzen Tag Kaffee, deshalb steckt er also selbst die Nase in den Fall vom blutigen Ehedrama, welches seiner Meinung nach kein Selbstmord war. Und die Tochter der Änderungsschneiderin im selben Haus schwänzt anscheinend auch ganz unfreiwillig die Schule. Die Spur führt zum Café Keese (oder „Singleklub goldener Handschuh“, wie das in Wien heißt). Der verrückte Supermarkt-Filialleiter (auch Mitglied) wollte sich von Muttern abnabeln und hat sich dafür das perfekte Alibi konstruiert. Was am Schluß wegen der eskalierenden Situation zum Glück nicht so hinhaut. Dafür darf das Entführungsopfer endlich aus dem Kofferraum. Ob aber Claudia vom Ecstasy wieder runterkommt, erfahren wir leider nicht mehr.

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Vier Minuten

Wie hieße der Käse, wenn Mozart eine Oper für Cinderella geschrieben hätte? Na, Mozzarella natürlich! Vielleicht hat Wolfgang Amadeus ja keinen Käse komponiert, aber darum geht es in diesem Film auch nicht. Stattdessen muß Jenny im Knast statt der ihr eigenen Negermusik stundenlang Beethoven und Brahms üben, weil die lesbische Klavierlehrerin das so will. Was die Resozialisierung noch etwas behindert, sind ihre Aggressionen sich selbst und anderen gegenüber. Doch Therapie und guter Wille führen schließlich doch zum Abschlußkonzert. Und wenn die Improvisation über Schumann auch nur mit ein paar Gläsern Rotwein intus nachzuempfinden ist und noch ein paar Jahre Reststrafe abzusitzen sind, so hat sich der Kinobesuch allemal gelohnt.

Ascension Day

Morgen ist ja bekanntlich wie jedes Jahr 40 Tage nach Ostern mal wieder Christi Himmelfahrt. Bei notorischen Biertrinkern und sonstigen Atheisten auch bekannt als Vatertag. Gestern hingegen schon ist Jerry Falwell gestorben. Der war wohl sowas wie die amerikanisch-fundamentalistisch-baptistische TV-Version unseres Papstes; vielleicht noch ein bisschen konservativer (falls das überhaupt geht).
Das mit dem Sterbedatum ist aber jetzt ziemlich schlechtes Timing gewesen, denn so hat der alte Motherfucker (O-Ton Larry Flint) doch glatt die von ihm prophezeite Rückkehr Gottes verpasst bzw. den dafür nötigen Weltuntergang kurz zuvor. Obwohl dieser ja eigentlich erst in zwei Milliarden Jahren ist, aber das ist eine andere Geschichte.