Time Out

Punk Sandwich.jpgDa wo die langweiligen Bürogebäude aufhören und das marode Altbau-unsanierte London anfängt, ist Punk anscheinend noch immer nicht tot. Auch wenn kein Mensch (ausser mir) anscheinend heutzutage mehr diese Art von Musik hören will, so gibt es dafür genug Bands, die sie spielen. Diesen Abend sogar in der ganzen Bandbreite von Oi!/Street Punk, über The Jam inspiriertem Mod Revival, geht es weiter mit Grunge Alternative Rock und auch die obligatorischen The Clash Epigonen dürfen natürlich nicht fehlen.
Am besten kam auch die enthusiastische Ankündigung des Impresario am Anfang jedes ca. 15 minütigen Gigs. Mit eingespielten Fake Applaus wäre das die voll mitreißende Radioshow gewesen. The Transmitters sind bestimmt auch live ganz toll, die habe ich aber nicht mehr mitgekriegt.

Groovy Cellar

Die Fête de la musique ist ja dieses Jahr etwas unterspült vom Dauerregen namens Steve. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, nach Kreuzberg zu fahren und das kulturelle Leben unserer schönen Hauptstadt zu verifizieren. Im Cafe Yorkstrasse treffen sich die hessischen Buskers mit Akustikgitarren und geben Hey-Ya und subtiles Western&Country Liedgut zum besten, bis die angegruschelten Damen aus der Uni angeflattert kommen. Alternativ kann man auch einen Laden weiter gucken. Auch wenn das Publikum hier eher älter ist, so hat die Musik wenigstens das gewisse Etwas, was z.B. dazu beiträgt, daß das Bier besonders gut schmeckt. Das nenne ich Glück.

Classic Blues

Einfach mal so, auf Zuruf von krisbraz und weil die Mucke sowieso klasse ist, heute das Lied „Too Much Alcohol“ von Blind Boy Fuller. Natürlich in der amtlichen 100%-igen Rory Gallagher Interpretation von 1977.

Tag der Unterwelt

unterwelten.jpgDer Titel ist natürlich nicht mythologisch zu verstehen, sondern bezieht sich eher ganz profan auf die „Sehenswürdigkeiten“, die uns der Adolf im Wedding hinterlassen hat. Zum Einen ist da im U-Bahnhof Gesundbrunnen die Bunkeranlage, wo vor mehr als 60 Jahren ausgebombte Berliner mit geraubter Kleidung von KZ-Insassen in dreistöckigen Hochbetten dem versprochenen Endsieg entgegenfieberten. Zum Anderen gibt es mitten im Humboldthain den Flakbunker, welcher die Bomber der Allierten zu eben diesem Zwecke abschrecken sollte. In seinem stahlbetonierten Innern gilt heute Fotografierverbot, was aber den schaurig morbiden Bildern im Kopf keinen Abbruch tut, welche durch schwindelerregende Treppenschluchten und eingestürzten Decken hervorgerufen werden. Auf jeden Fall sehenswert.

Bar jeder Vernunft

Keine Ahnung, wer derzeit im Autohaus Schwedt (Brandenburg) auftritt. Im Tipi (Berlin) jedenfalls spielt Rainald Grebe sein neues Programm: „Volksmusik“. Schön, wie er zunächst die Akustik dank Sprachprozessor (bzw. Herrn Schuhmachers Hilfe am Pult) auslotet und alleine mehrstimmig Kanons singt, was das Publikum wohl kaum besser hingekriegt hätte. Die Kapelle der Versöhnung mit Martin Brauer am Schlagzeug und Marcus Baumgart an diversen Gitarren legt dann auch musikalisch gut los. Zwischen den Songs bekommt die anwesende Zielgruppe (überwiegend dreißigjährige Pärchen) ihr Fett weg. „Reich mir mal den Rettich rüber“ ist das Lied zum Ikeacouchtisch, der gar nicht wie von Ikea aussieht. Und „Wenn BWL’er tanzen, wie soll man das nennen“, über eine von diesen Feten, die man sein Lebtag nicht vergessen wird. Warum das alles unglaublich witzig ist, lässt sich schwer erklären. Jedenfalls behauptet der Künstler von sich selbst, massenkompatibel zu sein. Aber das ist natürlich völlige Selbstironie, vonwegen das Beste der 70er, 80er und 90er – dafür sind dann doch eher Radiosender zuständig. „Butzi Butzi“ trifft den Sachverhalt schon eher. Das versteht aber auch nur, wer schonmal mit dem „Brausemobil“ unterwegs war.

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Spannungsprüfer

vilcus_plug.jpgDas Teil scheint ganz praktisch zu sein. Kann man schnell mal checken, ob auf der Steckdose noch Saft ist. Und die diejenigen, die schon damit rumgespielt und glücklicherweise den Test überlebt haben, berichteten (nachdem der Schmerz abgeklungen war) von einer überraschend anregenden Erfahrung während der Anwendung. Wellness pur sozusagen. Und umgerechnet 10 Euronen sind ja nun wirklich nicht die Welt, oder?

[via]

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Fehler in der Matrix

Sieht irgendwie so aus, als ob da was nicht ganz stimmt:
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Ich sag mal: Wo ist das nächste Telefon? – bloß schnell raus hier, solange es noch geht…
Nachtrag (14.6.2007, 13:30 Uhr):
Anscheinend wird der Eintrag von Frau Mercedes B. und ihren Mannen jetzt mit Inhalt bzw. 100 Gedanken zu Europa gefüllt. Es hat sich also zum Glück doch noch einer entschieden, die rote Pille zu schlucken. Oder war es doch die blaue?

Kohlendioxyd

Aus dem Spam-Ordner noch was passendes zum gerade zuendegegangenen G8-Gipfel: „Are you worried about global worming?“ steht da in der Betreffzeile. Da ist wohl der Wurm drin. Oder die sommerliche Hitze ist schuld an dieser schönen freudschen Fehlleistung.
Und last not least verlinke ich hier natürlich auch nochmal die offizielle Illustration des Sachverhalts, womit ja dann erstmal alles geklärt sein dürfte.