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Gestern abend hat also glücklicherweise doch noch der Regen aufgehört, und so gehen wir gleich nach dem Frühstück mal gucken, was auf halber Strecke bei Kilometer Zweiundzwanzig so läuft beim diesjährigen BERLIN-MARATHON. Zur allgemeinen Unterhaltung ist auch die Volkshochschule mit netten Bigbandjazz am Start. Ein kleiner Spaziergang noch über den Flohmarkt, und dann lege ich mich wieder zuhause auf die Couch, wo mir doch glatt die Füße einschlafen. Irgendwann sollte ich fielleicht auch bald mal anfangen mit dem Training. Man muß es ja nicht gleich übertreiben.

House Trip

Ein Jahr ist um, und pünktlich vier Wochen nach Herbstanfang gibt es wieder das ART FORUM. Natürlich bekommt das kunstinteressierte Publikum wie unsereins auch diesmal Freikarten geschenkt und darf sich heute abend unauffällig unter die zahlreich anwesenden Künstler, Sammler und Jäger Galeristen mischen. Gespannt erwarten wir die zur Schau gestellten Tendenzen neuer Innerlichkeit bei Architektur (Deckenhöhe 15m), Gestaltung (Second Life) und künstlerischer Umsetzung (Home Sweet Home).
Soviel aber auch nicht weniger soll also hier schon mal vorab über Schönheit geschrieben stehen. Denn diese ist, auch und gerade als Motto, genau wie die Schweinchenrosa Farbgebung, ein total wesentlicher und überhaupt nicht zu unterschätzender Bestandteil dieser Messe.

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Your commendations madam get

„In Germany Deutsche Telekom has been allowed to recreate its monopoly and in Korea two.
The scientists collaborating on the project believe that the.“

Da ist doch tatsächlich gestern mal wieder eine lyrische Meisterleistung Shakespeare’schen Ausmaßes in meinem Werbepostordner gelandet, die ich beinahe übersehen hätte…

Hitze aus der Konserve

canned-heat.jpgDie Sendungen Mittwochabends ab 20:03 Uhr im Deutschlandradio sind ein bisschen wie 30 Jahre zurück in die Vergangenheit, als die Medienwelt noch in Ordnung war. Christian Graf vom RIAS am Mikro, fundierte Informationen vorneweg zur präsentierten Band. Sodann exakt 90 Minuten lang geile Bluesmusik aus den 70ern. Zwischendrin (für Analog-Nostalgiker zum Umdrehen der Musikkassette) und am Schluß Ansage der gespielten Titel. Heute also Canned Heat mit zwei Konzerten von 1968 bzw. 1970. (Programmtipp: Jochen; Illustration: ©Renate)

Gesund beginnt im Mund

Ich habe ja keine Ahnung, wie und wann diese scheiß Streptokokken mir in die Fresse gekrochen sind. Ein schwacher Trost mag ja sein, nicht der Einzige zu sein, der so ein Problem hat. Dummerweise tun sich auf Grund der Krankheit die Zähne unaufhaltsam immer weiter selbst entkalken, egal wieviel Amalgam der Klempner in die Löcher schmiert. Um also den Zerstörungsprozeß wenigstens ein bisschen aufzuhalten, könnte man vielleicht gerade heute abend daran denken, die Dinger mal wieder gründlich durchzubürsten. Am besten, bis das Zahnfleisch blutet. Aber noch besser wäre es wohl, es täte das nicht.

A g’mahde Wies’n

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Nun ist uns Deutsch Demokratischen oder meinetwegen jetzt Bundesrepublikanischen Hauptstädtern eigentlich schon vor 20 Jahren dieser schöne Erholungspark geschenkt worden. Ich bin aber erst am Sonntag dazu gekommen, mir das endlich mal anzugucken. Und die letzten Installationen werden sowieso erst nächstes Jahr fertig.
Natürlich wollten bei 25 Grad im Schatten ein paar tausend andere Leute auch gerade gestern da hin, aber das Gelände ist schon groß genug. Ein paar verlaufen sich gleich mal im Irrgarten, die kommen einem also nicht so schnell mehr in die Quere. Sogar einen Souvenirladen gibt es. Daß der Nippes der dort feilgeboten wird, „Made In China“ ist, muß man in diesem Falle ja auch nicht wie sonst heutzutage unbedingt abwertend verstehen.

O’zapft is!

Kurz vor Beginn des Oktoberfests ist der Stadtrat verprügelt, erschossen und ertränkt worden. In dieser Folge ermitteln also unsere Münchener Kommissare auf der Wies’n. Nebenbei tut Carlo eine Expressomaschine rekonstruieren und Batic die Wirtstochter romantisieren. Zusammen mit dem Leitmayr überführen sie dann natürlich auch noch die Täter. Als da waren: Neureuther, der schon seit Jahren kein Bierzeltstellplatz mehr kriegt; den Zoll, weil sein Nostalgiekarusell sich auch nicht mehr drehen durfte und dann noch die Putze, die fünf Euro mehr haben wollte. Ich sag mal, das spannendste an diesem Tatort war vielleicht die unglaubliche Zeitblende zwei Tage in die Zukunft am Anfang, mit dem erschossenen Ivo in der Rilke-Absteige. Wo aber wohl nur der Regisseur weiß, was das wieder sollte.

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The Naked Poet

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Billy Childish in der Kreuzberger Szenebar namens „Monarch“. Das Motto lautet „Art Or Arse“, das heißt zunächst ist „The Man with Gallows Eyes“ – nämlich Lesung angesagt. Auch wenn das Publikum mangels Englischkenntnissen lieber Bier trinkend selber rumlallt. Doch danach dürfen wir um so erleichterter mit dem Hintern wackeln. Souverän schöpfen The Chatham Singers aus dem reichhaltigen Repertoire, diverse Bluesnummern und auch ein paar Coverversionen wie „Baby What You Want Me To Do“ von Jimmy Reed und „Hey Mama Keep Your Big Mouth Shut“ von Ellis McDaniels (aka Bo Diddley) gibt es zu hören. Mal wieder äußerst klasse, dieses Konzert!

Road to Cairo

Das mit dem Flughafenheizungsinstallationsauftrag in Wittenberge hat anscheinend nicht so ganz hingehauen. Deshalb flüchtet also die letzte ostdeutsche junge Dame ausgerechnet nach Hannover. Doch ihr Mann und gescheiterter Klempnerfirmenchef steuert das Taxi mal eben in die Elbe. Soweit das erste Kapitel. Was dann kommt, ist Mystery und Psychologie vom Feinsten. Auf dem Expo-Gelände wartet der vermeintliche Arbeitgeber Schmitt-Ott. Der will aber eigentlich nur Austernessen und mit Yella ins Bett. Als Alternative bietet sich Philipp an, der für die Frankfurter Heuschrecken gegen 35 Prozent Beteiligung Firmen vor dem Konkurs bewahrt. Die beiden verlieben sich, doch am Schluss ist der Traum doch zuende. Oder der Film wieder am Anfang, je nach Sichtweise.

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Fest der Nationalen Einheit

Das letzte Wochenende gab es gesponsert von der PDS ein paar Konzerte auf der Piazza, von denen ich hier berichten möchte. Roots And Blues spielten ja schon den Sonntag zuvor unten in der Strandbar. It’s only Rock’n’Roll – bzw. alles was sich von Eric Clapton, John Fogerty bis zu Keb‘ Mo‘ so covern lässt. Am nächsten Tag ist das „Orchestra del’Associazione Albatros“ angesagt. Funk’n’Soul mit Bläsern – The Committments lassen grüßen. Nur leider waren anscheinend die Background-Sängerinnen verhindert. Dafür kommen aber am Schluß die Italo Pop Nummern um so besser rüber. Am Sonntag stehen schließlich „Andhira“ auf der Bühne. Da singen dann auch drei Damen sogar ganz vorne. Aber mehr in Richtung Ethnofolk, mit dem Musikwissenschaftler am Konzertflügel links und dem Perkussionsmeister auf der rechten Seite. Erst klingt das mir ein bisschen zu lithurgisch, aber dann fängt doch irgendwann das Mysterium der sardischen Gesänge zu wirken an. Und läßt einen bestimmt so schnell nicht wieder los.