Mensch Meier

Immer mal wieder morgens dasselbe Theater. Volle U-Bahn und zu allem Überfluss müssen auch noch zwei Knallköppe von der GSE mitfahren. Sobald der Zug sich in Bewegung gesetzt hat, ist der auswendig gelernte Spruch zu vernehmen. Sodann drängelt einer der beiden ans andere Ende des Waggons, während die meisten Fahrgäste schon anfangen, brav ihren Fahrschein zu präsentieren.

Seltsamerweise wird der Shvartsfahrer als Schmarotzer der Gesellschaft angesehen. Während die BVG Millionen in dubiosen Immobiliengeschäften verpulvert und die S-Bahn mit ihren Einsparungen den öffentlichen Nahverkehr fast zum Erliegen bringt, funktioniert der kleinbürgerliche Gehorsam wie eh und je. Sogar ohne die preußisch-blauen Uniformen, denen früher wenigstens Respekt gezollt werden musste.

Dieser Beitrag ist ein Update zu: Gedichte von mir ca. 1981

Nachtrag: Was aktülles aus Frankreich zum leidigen Thema ist beim Schockwellenreiter nachzulesen.

Hilflos

Statt Sportunterricht treffen sich David, Tobias und Jonathan zum Rauchen, Prügeln und dabei Handy-Filmchen-drehen zwecks gegenseitiger Demütigung. Und dann liegt Ersterer mit Genickbruch seit vorgestern soundsoviel Uhr (postmortale Trübung der Hornhaut punktgenau analysiert von Gerichtsmedizinerin Dr. Rhea Singh) auf dem Parkdeck. Anna Lena soll später ein paar Lilien auf die Stelle legen. Zahnspangen-Tobi ist hingegen ziemlich unbeliebt, bekam schonmal seine Diddl-Maus-Pausenbrot-Box vollgekackt und nuschelt sich jetzt durchs Verhör. Und so geht die Psychoqual gefühlte 48 Stunden weiter, bis Jonathan auch noch heult und die Tat gesteht. Der andere Verrückte lässt sich derweil vom LKW überrollen.
Keine Ahnung, was der Tatort gestern sollte. Teilnahmslosigkeit der heutigen Jugend aufzeigen? Das Scheitern des Modells „Gesamtschule“ klarstellen? Rauchen kann Tödlich sein? Weißlackierte Inneneinrichtungen führen zu Depressionen? – Wahrscheinlich garnichts oder von allem ein bisschen.

Das Wetter


Der graublaue Himmel über Berlin

Wie letztens -10° C draußen gewesen sind, habe ich die Glosse nicht auf Anhieb gefunden. Aber zum Glück postet sie immer mal wieder jemand bei de.talk.jokes.

Alt, aber unglaublich aktuell: Der Unterschied zwischen Deutschen und Finnen.

Nun weiß ich nicht, ob ich morgen unbedingt schwimmen gehe. Aber die Katze will ganz bestimmt nicht mehr mit ins Bett. Weil, die liegt nun sowieso schon seit über zwei Jahren sechs Fuß unter der Erde.

Der Polizistinnenmörder

Die Schüttler bewacht den Hinterausgang und lässt sich prompt die Halsschlagader durchschießen, während Klara Blum zusammen mit SEK den Meiners jagt. Der flüchtet derweil nach Schaffhausen, wo die Schweizer Behörden ihn als Waffenhändler festnehmen. Seine Komplizen haben Angst um belastene Aufzeichnungen und wollen ihn aus dem Weg räumen, aber 1000 Euro alimentiertes Soziologie-studierendes Töchterchen kopiert schnell noch diese. Mit dem Gefangenen geht’s alsdann mit Moped Gespann über verschlungene Waldwege, bis wir narkotisiert beim Tierarzt auf der Pritsche landen. Am Schluss wird es jedoch noch spannend und sogar der Staatsanwalt entpuppt sich als Maulwurf. Aber der Mörder war natürlich Deingruber, also wird Meiners, inzwischen geläutert, wieder zurück über die Grenze verfrachtet.
Dank Grimme-Preisträger Leo P. Ard (cooler Künstlername) eine Mischung aus Western und Slapstick Comic – immerhin eine Steigerung zu letztem Sonntag.

PRESSEMITTEILUNG SEO STRATEGIE


Gerade hat mein Blogcounter David Placht eine email geschickt, daß er neue Server bei dem bekannten Server-Spezialisten „Thomas Krenn“ bestellt hat. Und ausserdem hat er noch eine tolle Neuigkeit:

Der Pooldiscounter präsentiert die Eigenmarke «swimit» und setzt im neuen Jahr auf Expansion
Den Traum vom Swimmingpool hat P00lsgarden.de bereits vielen Kunden erfüllt. Doch um die Produktpalette nachhaltig zu erweitern, setzt Deutschlands größter Poolversender auf Eigenproduktionen und veröffentlicht im neuen Jahr die Eigenmarke „swimit“.

Leider verbietet mir der vom Verein und auch selbstaufgelegte Werbeverzicht auf diesem Weblog, den Text mit Links zu den beteiligten Unternehmen zu versehen. Womit ich mich natürlich schon disqualifiziert habe, an dem dazugehörigen Gewinnspiel teilzunehmen. Was aber auch wieder nicht ganz so schlimm ist. Ich vermute mal, daß das versprochene iPhone sowieso nicht wasserdicht ist und gäbe sowieso seinen Geist auf, wenn es ins Schwimmbecken fällt.