Gleisdreieck

Gleisdreieck by michfiel
Gleisdreieck, a photo by michfiel on Flickr.

Als Alternative zum Etappen-Rennen zwischen Yorkbrücken und Potsdamer Platz bietet sich (außer zur Rush Hour am Nachmittag) das Umsteigen über die sich kreuzenden Gleise verbindenden Treppen an. Wenigstens pendelt die U-Bahn einigermaßen pünktlich. Dafür aber auch nur alle zehn Minuten.

Our Lips Are Sealed

Karin Subotzik steht mit dem Schild auf der Straße und mahnt „SCHULDIG“. Der Mörder ihres Sohnes ist nach 15 Jahren aus der Sicherungsverwahrung entlassen worden. Der andere Knacki war Hausmeister in Ina / Laura Kilians Wannseevilla und hat gerade den Anwalt beseitigt, damit das mit der vorgetäuschten Babyentführung von damals nicht rauskommt.

Aus dem Dschungel Westberlins gehts via Gleimtunnel und Transit nach Gotha 88 und wieder zurück. Lukas und seine Schwester bzw. Freundin (gespielt von Eva Bay, toller Künstlername) sind fast am Ziel. Am Schluß beinahe alles wie geplant, Ritter und Stark warten vergeblich auf das Kodewort „Wedding“.

Ganz passabler Thriller gestern, nur ein bisschen überladen konstruiert, wie immer bei solchen Stoffen.

Todesreigen

Irgendso ein Maler-Lüstling wird gleich am Anfang unter Strom gesetzt. Der hat im Vorspann schon sein Model angefallen. Doch die steht mehr auf Asperger-Patienten. Dann macht sich auch noch [kultur]fabrik-Lesbe Simone von Sallari an Susanne Gauss ran, bevor sie vom angesägten Hochsitz in die Egge fällt.

Himmelwärts geht’s weiter auf dem Campingplatz, wo unser Komponist die Klos reparieren sollte. Der wundert sich nur kurz über die Bombe vor seinem Wohnwagen. Wo liegt der Tote? – Da, da und da.

Dazwischen Klara Blum auf dem See („Angelerlaubnis kostet 15€ vom Ufer und 30€ vom Boot“), Kai Perlmann („Hier ist Tempo 60, es ist Winter und die Straßen sind glatt“) und ein Hamster im Laufrad.

Am Schluß wird der psychopathische Serienkiller „Da brennt noch Licht, wir gehen mal hin und sagen guten Abend“ mit der Nagelpistole niedergestreckt.

Klasse Tatort mal endlich wieder, spannend und unterhaltsam zugleich, tolle Musik, erstklassige Schauspieler und hervorragend in Szene gesetzt.

 

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Museumsinsel

Erstmal eine halbe Stunde Schlange stehen. Irgendwelche Work-a-Hansels diskutieren hinter uns die ganze Zeit, ob sie zum Weihnachtsurlaub die Maschine über Köln oder Düsseldorf nach Israel nehmen sollen.

Und dann will die Alte an der Kasse erst keine Karten mehr rausrücken. Noch eine halbe Stunde drinnen warten, iPods um den Hals gehängt und rein in die Ausstellung. Geniale Beleuchtung und Präsentation.

Das Highlight natürlich die Dame mit dem Kurzschwanzwiesel von Leonardo di ser Piero. Extra aus Kraków ausgeliehen und noch die nächsten zwei Wochen hier in Berlin zu sehen.

The Lion Sleeps Tonight


Wo sich heutzutage immer mehr Daten (vorzugsweise Videos, Bilder, Audio und sonstiger binär-codierter Müll) auf Festplatten ansammeln, kann es gerade in Hinsicht auf Vermeidung unnötigen Stromverbrauchs ganz sinnvoll sein, bestimmte Volumes nur bei Bedarf zu mounten. Damit diese gleich von vornherein beim Hochfahren des Rechners ignoriert werden, bietet es sich an, die entsprechenden UUIDs mal eben in /etc/fstab einzutragen.

So einfach ist Un*x.

Und weil wir gerade beim Thema sind, gedenken wir doch an dieser Stelle Dennis Ritchie, der gerade unlängst seinen eigenen Lebensprozess in dem uns Menschen sowieso nur endlich dauernden Time-Sharing System abgeben mußte.

R.I.P.

Ich weiß, was du letzten Sonntag getan hast …

Natürlich Tatort geguckt.

Rico alias H. seine Freundin ist vor 15 Jahren auf der Straße im Wald verblutet und nun rächt er sich an die betrunkenen Fahrerflüchtigen von einst.

Während Nika Banovic alte Anrufbeantworter auseinanderlötet und Bootz überwiegend mit die eigenen Blagen beschäftigt ist, wundert sich Lannert wer seinen Porsche andauernd mit Rasierschaum verunstaltet.

Aber selbst dieses Rätsel wird am Ende gelöst, auch wenn da schon längst die Luft raus ist (aus Fahrradschlauch wie Krimifolge).

Horst-Dohm-Eisstadion

Eingang

Rechtzeitig zum Saisonbeginn sind die Temperaturen um 10°C gefallen, also nichts wie Schlittschuhe rangeschraubt und hin nach Schmargendorf.

Morgens um acht ist die Welt noch in Ordnung. Ein paar Runden bei schönen Sonnenschein, hinterher kurz abgeduscht und danach erstmal Frühstück.

Den Rest des Tages kann man dann auch Zeitung lesend auf der Couch verbringen. Oder vorm Computer.

„So was von oldschool“

Die Hexe ist eifersüchtig auf Valeska. Wäre auch der perfekte Mord gewesen, wenn der Dame vom Escort-Service Elektroschockerbedingt nicht die Zahnspange rausgefallen wäre. Trotzdem agiert die psychopathische Tierärztin bösartig so weiter, lässt Hundezecken in der Mikrowelle explodieren und legt Mausefallen aus, wo fette Karnickel reintreten. Ihre eigene Tochter ist nicht in Afrika, sondern wurde von ihr damals auch schon in die Güllegrube geworfen.
Der Tatort vorgestern fast Thriller-Niveau à la Hitchcock (besonders die Musik), nur Sarah Brandt kam stellenweise etwas komisch rüber, was aber wahrscheinlich Absicht war:

„ich kann Englisch und lerne gerade Finnisch
„ich habe mir mal die Liste der Kunden mithilfe eines Trojaners heruntergeladen“
„ich wollte zur berittenen Polizei, aber bin allergisch auf Heu

Meinungen: BenDer Wahlberliner, tittelbach.tv, starshoch2