Alles baut Elektromann, was man mit Strom betreiben kann

rm1960Mit irgendwas musste man sich als Kind beschäftigen, und da meinereiner in der Großstadt aufgewachsen ist, bleibt man eben zuhause und spielt mit Experimentierkästen. KOSMOS Lehrspielzeug hieß das damals. Ich erinnere mich an einen Motor, ein komisches Morsegerät und natürlich den Elektrisierapparat.

Weihnachten darauf lag dann der Radiomann unterm Baum. Funkensender und Germaniumtransistor. Rundfunkempfang mit Elektronenröhre, als Erdung diente die Schukosteckdose (das ich das überlebt habe …)

Nach der Grundschule wurden die Philips Baukästen E2000 modern. Von den Experimenten eher langweilig, gab es als Krönung den Oszillographen. Der lissajouste zwar ganz nette Linien auf den Schirm, aber machte auch recht hochfrequenten Lärm.

Später wurde dann zusammengelötet, was man als Gimmicks so brauchte. Bauteile gab es zum Beispiel bei Atzert in der Stresemannstraße zu kaufen. Beziehungsweise später in der Kleiststraße, bevor der ganze Laden von A bis Z nach der Wende expansionsverrückt in den Abgrund schlitterte. Und Conrad gab es auch schon, damals noch in der Kurfürstenstraße. Plastronic am Nollendorfplatz hatte die beste Auswahl und Wucherpreise. Dafür war Segor noch ganz günstig und gleich um die Ecke in der Kaiserin-Augusta-Allee (gibt es immer noch).

An noch mehr ehemalige Fachgeschäfte erinnern sich die Leute in dem Thread hier.

(Was bisher oder später geschah (von wegen Anhalter Bahnhof …)

Gisela

Hier steh ich allein
Und wart’ auf dich
Will in dich rein
Doch du kommst nicht

Bist endlich da
Deine Augen hell
Ein Traum wird wahr
Elegant und schnell

Du ruckelst doll
Machst ordentlich Krach
Quietschst vor Vergnügen
Werd davon wach

Deine Kurven geil
Man nimmt dich gern
Von A nach B
Nah oder fern

(Dieses Gedicht widme ich der Baureihe G, mit der ich fast jeden Tag via U2 zur Arbeit und wieder zurück nachhause fahre. Auf der Stummellinie U4 hingegen haben die Wellblechwagons angeblich Haus- beziehungsweise Tunnelverbot, weil dem Schöneberger Altbau-Adel rund um den Viktoria-Luise und entlang der Münchener Straße die Lärmbelästigung nicht zugemutet werden kann. In Wirklichkeit fahren diese aber in erster Linie dort nicht, weil mit ihnen ein Vierwagenzug die kleinster Einheit darstellt und somit halbleer statt überfüllt hin- und hergondeln müsste)

I’m With Stupid

C-CLUB

So gemütlich das alte Kino am C-Damm ist, es wird doch arg eng drinnen, wenn’s ausverkauft ist.  Während also Ted Leo locker im Vorprogramm schon solo die Bühne rockt, müssen wir erstmal unsere Mäntel loswerden.

Pünktlich um Neun stellt Frau Mann ihre neue Platte vor. Und der Sound ist live sogar besser als auf Konserve, viel lauter und dafür weniger Loudness. Zwischendurch akustisch die Perlen aus dem Film Magnolia und danach noch bunt gemischt Lost In Space und all ihre anderen Hits der letzten 20 Jahre.

Ein schönes Konzert.

Hier war es anscheinend nicht ganz so voll:
Aimee Mann sings Save Me at The White House

Meinungen: Mottenpost, RadioEins

Fight For Your Right (To Water)

Nun, wo der Brunnen erstmal vergiftet ist, brauchen wir eigentlich gar nicht mehr weiterzudiskutieren. Und weil die korrupten EU Kommissare in Brüssel sich sowieso nur von die geldgeilen Konzernschefffs beraten lassen, wird es wirklich langsam Zeit, aufzustehen und auf die Straße zu gehen. Oder wenigstens elektronisch schonmal beim Online-Sammelsystem auf der Homepage der Wasserkampagne Unterstützung bekunden.

Monitor – Geheimoperation Wasser

 

Folsom Prison Blues

Die Bremsleitungen für die Ex sind schon durchgeschnitten, doch die schickt stattdessen die schwangere Roza in den Tod. Frank Brenner zieht den Kopf aus der Schlinge. Seine kleine Schwester bepinselt Steine mit „Ich will auch immer artig sein“, wegen des alkoholkranken Benzinkanisterpyromanischen Vater damals.

Kopper rockt zwar nicht Lena O, aber singt „Wish you were here“. Am Ende triumphiert Anna Loos unüberführt in teuflischer Rolle als gehörnte 51%ige Firmenchefin.

Nach langer Zeit endlich mal wieder ein klassischer Tatortkrimi.

Meinung(en): Ben

Turmstraße 12

Wo ist Benjamin?

Uwe Braun hat noch bei Hermann Steiner eine Rechnung über zehn Millionen Euro offen. Der Bankdirektor hat ihm vor zwanzig Jahren den Kredit für die Umsetzung eines Mobilfunkpatents gekündigt. Kurzerhand holt er jetzt dessen Sohn beim Schlagzeugunterricht ab und versteckt den in Brandenburg.

Bis Muttern am Schluss verspricht, das Lösegeld freiwillig für wohltätige Zwecke zu spenden, zermürbendes Kammerspiel mit endlosen Verhören bei Kartoffelsalat und Leitungswasser.

Etwas zäher Tatort gestern. Herausragend aber wenigstens die schauspielerischen Leistungen von Lena Stolze und grimmigen Edgar Selge.

Meinung(en): Ben