Novalis und andere Neoromantiker

Im ehem. Abwasserpumpwerk veranstaltet der Vinyldealer aus Bochum ein kleines Festival. Also pünktlich hin mit der Stadtbahn. Als erstes tritt Poppy Ackroyd auf. Mag sein, dass sie vielleicht ein bisschen zuviel Michael Nyman gehört hat, aber Klaviergeklimper kommt eigentlich immer ganz gut. Danach die Kollegen vom Hidden Orchestra. Joe Acheson resampelt dass die Wände nur so wackeln und auch der Schlagzeuger macht richtig Druck. Zwischendurch Umbaupause, Zeit für einen kleinen Weißwein. Zum Ausklang Nils Petter Molvær, zuletzt vor über zehn Jahren erlebt im Tränenpalast. Moritz von Oswald drückt dazu ein paar Tasten auf dem Keyboard und sein Neffe am Mixer besorgt den Rest. Nichts neues eigentlich, dafür bläst auf diesem Niveau die Trompete alles weg, was uns sonst die Gehörgänge tagtäglich verstopft. Ein anstrengendes Konzert, aber dennoch (oder gerade deshalb) sehr schön.

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