Terror 2000

Wie jedes Jahr mal wieder Internationale Filmfestspiele Berlin. Nach Kosslick, Wenders und Konsorten darf diesmal wieder Schlingensief goutiert werden. Während auf der Leinwand der Hase im Zeitraffer verwest, sehen wir, wie Tausendsassa Christoph seine Lebenslinie auf den Boden malt und kurz hinter Bayreuth fast schon die Leitplanke streift. Ein paar Doppelbelichtungen später sind wir auch durch und dank Konzentration aufs Wesentliche mit Verzicht auf überflüssige Interviews ist das Lebenswerk adäquat gewürdigt. Applaus für Bettina am Schneidepult und obligatorisches Q&A nach dieser gelungenen Doku. Prädikat wertvoll.

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Bruno ganz tot

Nachdem er wegen Marion seine Unsterblichkeit als Engel aufgegeben hat, schlug das Herz seiner Filmpartnerin Solveig schon leider nur noch 20 Jahre. Und sein Kompagnon z.B. Otto Spalt weilt mittlerweile 5 Jahre nicht mehr unter uns.

Zur Erinnerung hier ein kleiner Ausflug in die Höhle des Nick. Ick sich ma: eigentlich die einzige Szene in dem Streifen, wo man nicht gegen Müdigkeit ankämpfen muss

Bruno Ganz geht nicht mehr einkaufen

Die Unsichtbaren

Mit Freikarten von die Zeit gehts ins Ku’damm Kino an der Uhland. Themenabend gestern: Hanni und Nanni haben nicht nach Auschwitz gewollt. Die vorderen Sitzreihen sind schon reserviert für Regierenden und sonstige Wichtigkeiten. Nach kurzer Einleitung der Intendantin des RBB geht es auch gleich los. Der Streifen schafft gerade so den Spagat zwischen Schnarchdokumentation und Schmusdramolett dank der Mitwirkung von so bewährten Darstellern wie Florian Lukas, Maren Eggert und Robert Hunger-Bühler. Außerdem Andreas Schmidt in einer seiner letzten Rollen. Nach dem Abspann kriegt Oma Lévy noch das Mikrofon in die Hand gedrückt, wobei die 90-jährige fast lebendiger wirkt als Interviewer und Regisseur zusammen. Zu dem pädagogischen Gedöns von wegen Gefahr des Antisemitismus in der heutigen Zeit empfehle ich aber lieber ganz unorthodox die Kippah auch mal abzusetzen. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte ihren Rabbi oder sonstigen selbst gewählten Hohepriester.

https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Unsichtbaren_–_Wir_wollen_leben

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/ard-film-ueber-hanni-levy-ich-war-da-ich-war-blond-ich-war-berlinerin/23869750.html

rediR ysaE

Die Chefin wäre gern in die Freddy’s Böhmische Raps-odie gegangen, während meinereiner eher den Suspiria-Horror-Seufzer präferierte. Zum Glück können wir uns dank des Kinotipps von meiner Keule auf 25 km/h einigen.
Der Streifen ist natürlich sowas von klischeebelastetes Roadmovie. Alles schon mal dagewesen, jede Menge platte Witze meist unter der Gürtellinie, ausgewalzt über zwei Stunden inklusive Beziehungsdrama und unvermeidlicher Midlife-Crisis.
Glücklischerweise ist das aber so gut inszeniert und klasse gespielt, dass der Film ehrlich Spaß macht. So ungefähr wie ein Tischtennisspiel bis 11, voll gedopt mit Bier und Schnaps und Knackwürste.

Woody Wheel

http://www.wonderwheelmovie.com/home/

Langatmig und ein bisschen langweilig.
Klischeebehaftet und unglaubwürdig.
Amazon-Prime und ziemlich Mainstream.

Kurzum: nicht unbedingt sehenswert.

Außer Hauptdarstellerin Kate W. vielleicht, bei ihrer Performance hält man sogar die nervigen Drehbuchdialoge aus. Aber wer bitte hat bloß den Schleimbeutel Timberland gecastet?
And der Soundtrack, der ist auch ganz schön. So zum Beispiel das Barbershop-Liedchen hier: