20 Sunsets

Statt Wassermusik dieses Jahr also auf kleiner Bühne Konzerte mit Abstand. Im Vorprogramm Marek Polgesek mit seinen Liedern zwischen Chanson und Pop. Danach Christiane Rösinger. Charmantes Entertainment, von “Pärchenlüge” über “Wer wird Millionär” bis “Liebe wird oft überbewertet” und “Berlin” alle Hits von Britta, Lassie Singers und von ihren Soloalben im Programm. An der Gitarre Claudia Fierke

 

https://www.hkw.de/de/programm/projekte/veranstaltung/p_170299.php

Berliner Festspiele

https://www.berlinerfestspiele.de/de/berliner-festspiele/programm/bfs-gesamtprogramm/programmdetail_293847.html

Passend zur Jahreszeit mal wieder was modernes für Augen & Gehörgänge. Den Anfang machen 17 Hippies, skandierend und vibraphonierend mit Samples und sonstigem Klimbim, bis dass die Pilze irgendwann aufhören zu wirken. Halbe Stunde Pause, im Foyer läuft “The Lost String”. Die Klingel lockt zurück in den Saal, Professor Braxton gibt ein Seminar seiner kryptischen Kompositionstechnik. Nochmal Pause und nach Ansage von Festivalchefin Nadin (ohne E) kommt endlich der schnellste Linkshänder auf sechs Saiten (verkehrt herum gestimmt) auf die Bühne. Bebop, Grooves und Songs of Resistance

Letztens bei die schwangere Auster

Der Weg ist das Ziel, also geht es am Samstag quer durch die Queer Scene, die sich für den Zeh-Es-Deh nackig macht, zum HKW mitten im Tiergarten. Auf dem Programm die ultimative Boygroup Congos des Reggae, Rastafarianismus back to the Roots. Während im Publikum die Telefone hochgehalten werden, grooven wir uns lieber langsam ein und gucken hinterher in die Tube – leider nicht einbindbar, deshalb hier der Link zum Anklicken:

https://youtu.be/LNfQ7TrNPD8

RAW Like Sushi

Nachdem ihr Auftritt ins Reichsbahnausbesserungswerk verlegt wurde, war ich eigentlich skeptisch ob sich überhaupt lohnt, da hin zu tapern. Aber Neneh Cherry (Jahrgang 1964) schafft sogar, das unsägliche Ass-tra (Friedrichshain, kurz hinter Curry Fritze und What a wurst) zu rocken. Unterstützt von Harfengezupfe, groovy Percussions und hypnotischen Synthesizer-Sounds bringt sie locker modernes Schaffen und Babies von vor 30 Jahren auf die Bühne. Von Blank Project und Broken Politics zurück nach Manchild in 7 Seconds. Als Zugabe Cole Porter. Für mich schon jetzt eins der besten Konzerte des Jahres.

https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2019/02/konzertkritik-neneh-cherry-astra-kulturhaus-berlin.html

https://www.berliner-zeitung.de/kultur/musik/konzert-im-astra-bei-neneh-cherry-ist-gute-laune-inbegriffen-32077902

http://www.taz.de/!5572139/

Rama Lama Fa Fa Fa

Wenn Rockmusiker nach 50 Jahren immer noch den Larry raushängen lassen, kann das bisweilen peinlich oder einfach nur langweilig sein. Bei Wayne Kramer, dem letzten Überlebenden der legendären MC5 ist das aber beileibe nicht der Fall. Dafür hat er natürlich auch großartige Musikanten um sich gescharrt, die selbst zwei-Akkord-Songs zu genialen Momenten kristallisieren lassen. Eine abwechslungsreiche fast zweistündige Show, und aus Trumps/GMs kaputtsanierten Motor City wird kurz nochmal Motown.

Setlist
Interview laut.de