Pifama

Mal wieder ein Tatort mit Bürgerwehr gegen vermeintlichen Kinderschänder. Hatten wir in ähnlicher Form ja vor nicht allzulanger Zeit schonmal. Dafür aber sind anlässlich der siebenhundertsten Folge in Leipzch auch noch neue Ermittler am Start: Powerfrau Eva (Typ: Tina Turner 1975) zusammen mit passenden Ex-Mann Keppler. Der ist ultracool, grüßt die Kollegen nicht, ist aber dafür anscheinend ein kriminologisches Genie. Wie er zur Aufklärung des Falls mal eben die Hinterhausgärten durchquert und Mülltonnen durchwühlt ist voll Action Movie. Dann denkt er am Schreibtisch noch ein bisschen laut nach und schon ist der Täter gefasst. Dieser war wohl selber mal Pädophilie-Opfer, deshalb der tödliche Messerstich gegen den Erzieher am Anfang. Der hat eigentlich nur ein paar schwule Fotos von seinen Schützlingen gemacht, was bei engagierter Jugendarbeit irgendwie dazugehören sollte.

Ein Gedanke zu „Pifama“

  1. hab ihn wie üblich natürlich nicht gesehen. ein bekannter meinte nur, es wurde nicht gesächselt und dies in Leibtsch…
    eigentlich wollte ich samstag ins Kant3 – um endlich “shine a light” einzuziehen. mußte mir aber nach der tagesschau auf rbb, noch etwas hinter die kiemen schieben. dort lief dann “Taxi nach Leipzi” bis auf die ersten 20 minuten habe ich mir dann den rest noch reingezogen. als gelernter Ossi habe ich natürlich über viele situationen mehr als nur geschmunzelt. auch konnte ich hin und wieder, das nicht ganz korrekte mitteldeutsche idiom vernehmen. damals sicher noch im angedenken an die hungernden brüder und schwestern in der Ostzone.
    wenn in wenigen jahren diese amerikanische unsitte greifen sollte, dass man alte schinken cleant, da müssen sie sich aber bei diesem streifen sehr viel mühe geben, um alle zigaretten zu eliminieren. sehr schön anzusehen waren auch die szenen, wo Ost und West aus der pulle soff – aber Allohol.
    ansonsten weiß ich schon, warum ich mir krimies nicht antue.
    eine frage noch.
    who the fuck ist Friedrich Scholz? der hat ja eine geile bluesmucke als filmmusik hingelegt.
    als alter filmabspannfan bekam ich noch mit, dass ein “Ulbricht” mit von der partie war.
    dabei fiel mir ein, dass der spitzbart ja auch aus Leipzig stammte. ihm zu ehren noch eine fußnote, die als RIAS-ente daherkam, denn die verbreiteten, onkel WU trug nur einen spitzbart, wegen seiner hasenscharte. das war natürlich infam gelogen. allerding soll er, während einer ABM-maßnahme in den zwanzigern als rausschmeißer, etwas auf den zünder bekommen haben, wo eine narbe an der lippe übrig blieb.
    vox populi – während seiner herrschaft – ließ damals ab:
    frau wirtin hatte einen sohn, der war im puff kassierer. dann ging er in die Sowjetunion und heute ist er unser führer.

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