1978 (Teil 5)

Was bisher geschah (oder auch nicht) …
RutscheGegenüber dem Schloß Bellevue (damals noch Hoch auf dem gelben Wagen-Schwagers provisorisches Außenklo) ist also Grillféte. Ein lauer Sommerabend, und im Umkreis von π mal fünf Metern stehen Mathelehrer und ein paar Schüler, um sich den Fußball zuzuspielen. Am Spielplatz ist gemeinsames Schaukeln (gemischtgeschlechtlich bzw. doch nur der eigenen Eier) angesagt. Es macht sich Langeweile breit bei der unterfickten pubertären Stadtjugend. Vielleicht fehlen zu allem Unterfluß noch die entsprechenden Volksdrogen, welche später zur individuellen Bewußt-Seinserweiterung/Losigkeit verhelfen sollen. Ewigkeiten vor Tekkno bedeuten Genesis soviel wie Poor Man’s Moody Blues. Dafür werden Monate später XTC wenigstens für musikalische Erlösung sorgen. Im legendären Kant Kino. Und noch mehr andere tolle Bands und Konzerte. Aber das ist eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden.


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1983

Ein Gedanke zu „1978 (Teil 5)“

  1. im Kant kann man eine witzige dokumentation erstehen, lustige fotos und wenig text.
    ich erinnere mich da besonders an ein konzert: George Thorogood. zwei tage vorher, war bei mir per luftpost aus Indien, ein gut verschweißter, platter brösel angekommen. fast alles verdrückten wir zu dritt in einem bong den ich mir jahre vorher in der berühmten firma “SONNENSCHEIN” herstellte. auf das edelstahlpfeifchen kam ein deckel, der per schläuchlein mit einer aquariumluftpumpe verbunden war, alles mit kühlung versehen. shotgun, besser als aus einem nato-strumgewehr…
    vor der kinotür noch ein dreiblatt, dann rein. Meggi pennte sofort ein, wir hockten in der mitte und ich hatte nach den ersten klängen das gefühl, mir fallen gleich die lauscher ab. daraufhin stopfte ich mir tempos in die horchwaffeln und hielt zusätzlich die hände noch drauf. toll, wie man mit dem geöffneten mund die lautstärke regulieren konnte. alles bebte und es kamen bedenken wegen der statik auf. die ganze zeit pennte Meggi, als wir sie weckten, kam nur – ach so, jetzt geht es wohl los?
    trotz ohrverstopfung summten noch tage später mehrer bienenvölker in meiner birne.
    ZK

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