Tocotronix

Mit 25 jähriger Verspätung bin ich also doch noch Fan geworden. Und dafür gibt es auch einen ordentlichen Backkatalog zum Nachhören. Da kam die aktuelle Tournee gerade recht, wo die Live Versionen sowieso einmal mehr ins Ohr und in die Beine gehen. Titelliste von gestern Abend (ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Reihenfolge nicht nach Zeitpunkt der Darbietung sondern eher des Erscheinungsjahrs geordnet):

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The Beethoven Experience


Mit geschenkten Eintrittskarten vom Checkpoint-Werbepartner-Konzertbüro durften wir gestern mal wieder in den wunderbaren Kammermusiksaal. Los geht’s mit vier Sätze Londoner Symphonie von Haydn. Danach erklärt uns der Experte am Dirigentenpult schonmal vor der Pause den strukturellen Aufbau des folgenden Tripelkonzerts, dem Highlight des Abends. Und als krönenden Abschluss gibt es dann noch die Egmont Ouvertüre zu hören. Ick sachma: Nachhilfestunde Klassik fürs gelangweilte Bildungsbürgerthum.

Früher war hier mehr los

Für Nostalgiker des alten Westberlin soll für heute abend auf zwei Veranstaltungen hingewiesen werden. Zum einen öffnet das K.O.B. wieder mal seine Türe, diesmal als Kino und „Liebe Freunde, heute für euch im Rockpalast“ Albrecht Metzger legt auf. Und zum anderen „What For“ zelebriert der 80er Beatuntergrund für den guten Mike Korbik im Quasi das dreiunddreißigste Schallplattenfirmenjubiläum.

Und wie immer, wenn man auf mehreren Parties gleichzeitig tanzen könnte, ist wahrscheinlich das Sofa zuhause die letztendliche Wahl.

Checkpoint

H.P. Daniels liest, singt und trinkt am Sonntagabend um 18 Uhr im Leuchtturm in Schöneberg (Crellestraße 41). Er schrieb nicht nur im Tagesspiegel über die Koryphäen des Rock- und Pop-Business, er spielte selbst über zehn Jahre in der Berliner Rockband The Escalatorz. Einer Hörprobe können Sie sich gewiss sein, darüber hinaus präsentiert Daniels das Skript seines Buches Niemands Weg, das mit einer Geschichte rund um die Studierendenproteste in den 68ern den idealistischen Spirit der Zeit einfängt. U-Bhf Kleistpark, Eintritt: 7 Euro

Love, Music and Australia

Im Monarch am Kotti tritt Jen Cloher auf, die Frau von Courtney Barnett. Selbige begleitet auch linkshändig tief vornübergebeugt an der Fender Jaguar und der Rest der Bande besorgt Bass und Schlagzeug. Hot and Sweaty Rock ’n‘ Roll – nichts besonderes, aber dafür auch nicht von schlechten Eltern. Drei Zugaben und zum Abtrocknen hinterher gibt es ein schickes signiertes Geschirrhandtuch am Merchandise-Stand.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/jen-cloher-live-in-berlin-ein-lied-von-ruhm-und-einsamkeit/20344000.html