Berliner Festspiele

https://www.berlinerfestspiele.de/de/berliner-festspiele/programm/bfs-gesamtprogramm/programmdetail_293847.html

Passend zur Jahreszeit mal wieder was modernes für Augen & Gehörgänge. Den Anfang machen 17 Hippies, skandierend und vibraphonierend mit Samples und sonstigem Klimbim, bis dass die Pilze irgendwann aufhören zu wirken. Halbe Stunde Pause, im Foyer läuft „The Lost String“. Die Klingel lockt zurück in den Saal, Professor Braxton gibt ein Seminar seiner kryptischen Kompositionstechnik. Nochmal Pause und nach Ansage von Festivalchefin Nadin (ohne E) kommt endlich der schnellste Linkshänder auf sechs Saiten (verkehrt herum gestimmt) auf die Bühne. Bebop, Grooves und Songs of Resistance. Das Wetter wird auch nicht besser.

1 Berlin 42, 1 Berlin 62

Ick sach ma, Hip Hop ist im Mainstream angekommen. Ist wohl die gleiche Werbeagentur wie die für die BVG (weil wir dich lieben), welche neuerdings Herzchen auf Graffiti klebt.
Die alten Postleitzahlen sind leider nicht ganz vollständig. Natürlich gehörte zu Tempelhof mindestens noch
1 Berlin 48 (Marienfelde) und 1 Berlin 49 (Lichtenrade).
Und Schöneberg gab es zusätzlich auch als postalischen Zwitter
1 Berlin 30 (Tiergarten, Schöneberg-Nord).

Amtliche Bekanntmachung

Mal wieder so ein Fall von nostalgisch verklärter Gehirnwäsche. Überall in der Stadt strahlen mannshohe Leuchtdioden-Displays mit Werbebotschaften und riesenhafte bedruckte Gerüstplanen zeigen uns den neuesten China-Importkrempel, den wir doch unbedingt kaufen müssen. Und da sollen ausgerechnet diese komischen Betonzylinder gerettet werden? Dass die überhaupt noch an manchen Ecken rumstehen, ist wohl nur damit zu erklären, weil Asbestscheiße so teuer zu entsorgen ist.

(Foto: Zonenklaus)