1 Berlin 42, 1 Berlin 62

Ick sach ma, Hip Hop ist im Mainstream angekommen. Ist wohl die gleiche Werbeagentur wie die für die BVG (weil wir dich lieben), welche neuerdings Herzchen auf Graffiti klebt.
Die alten Postleitzahlen sind leider nicht ganz vollständig. Natürlich gehörte zu Tempelhof mindestens noch
1 Berlin 48 (Marienfelde) und 1 Berlin 49 (Lichtenrade).
Und Schöneberg gab es zusätzlich auch als postalischen Zwitter
1 Berlin 30 (Tiergarten, Schöneberg-Nord).

Amtliche Bekanntmachung

Mal wieder so ein Fall von nostalgisch verklärter Gehirnwäsche. Überall in der Stadt strahlen mannshohe Leuchtdioden-Displays mit Werbebotschaften und riesenhafte bedruckte Gerüstplanen zeigen uns den neuesten China-Importkrempel, den wir doch unbedingt kaufen müssen. Und da sollen ausgerechnet diese komischen Betonzylinder gerettet werden? Dass die überhaupt noch an manchen Ecken rumstehen, ist wohl nur damit zu erklären, weil Asbestscheiße so teuer zu entsorgen ist.

(Foto: Zonenklaus)

RAW Like Sushi

Nachdem ihr Auftritt ins Reichsbahnausbesserungswerk verlegt wurde, war ich eigentlich skeptisch ob sich überhaupt lohnt, da hin zu tapern. Aber Neneh Cherry (Jahrgang 1964) schafft sogar, das unsägliche Ass-tra (Friedrichshain, kurz hinter Curry Fritze und What a wurst) zu rocken. Unterstützt von Harfengezupfe, groovy Percussions und hypnotischen Synthesizer-Sounds bringt sie locker modernes Schaffen und Babies von vor 30 Jahren auf die Bühne. Von Blank Project und Broken Politics zurück nach Manchild in 7 Seconds. Als Zugabe Cole Porter. Für mich schon jetzt eins der besten Konzerte des Jahres.

https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2019/02/konzertkritik-neneh-cherry-astra-kulturhaus-berlin.html

https://www.berliner-zeitung.de/kultur/musik/konzert-im-astra-bei-neneh-cherry-ist-gute-laune-inbegriffen-32077902

http://www.taz.de/!5572139/